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RUHRHEIMAT.II.

Posted: December 4, 2016 in Houses
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HEIMAT

Nun. Ruhrpott. Der fing für mich 1963 an. Davor waren Wiesen und Felder. Ein Hund und eine zeitunglesende Großmutter, mit der sonst nichts anzufangen war. Ein Teich, in dem ich angeblich fast ertrunken wäre, was mir entgangen ist. Und eine Dampflokomotive, die mich fast überfahren hätte, was mir ebenfalls entgangen ist. Dann Übersiedlung. Was als erster der Hund Droll mit seinem Leben bezahlte. Es war der letzte wirkliche Hund meiner Kindheit. Meine Eltern entdeckten ihre Liebe zu Unhunden, die auch als Dackel bezeichnet werden. Ein solcher hätte Jahrzehnte später meine Mutter fast ins Jenseits gebissen. Leider versäumte ich zuvor die Chance, ihn ersaufen zu lassen. Im Gegenteil. Ich rettete ihn auf groteske, mich selbst zum Freak machende Weise.

Na ja, ich jedenfalls wuchs da auf. Mitten im Ruhrpott, gekleidet in Lederhosen und weißen Hemden mit Manschettenknöpfen. Das musst du erstmal überleben. Im Ruhrpott. Jedenfalls. Ich hab es überlebt. Gymnasium. Großes Latinum auch. Und fick die Spagettifresser. Und fick überhaupt alle Fotzen, die nicht schnell genug. Auch egal. Und dann. Pommes rot weiß. Und Schalke. Blau weiß. Dann Dortmund. Die ganz linke Tour. Bochum. Herbert G.. Essen. Folkwangschule und Uniabschluss. Noch vor dem Diplom Vater. Lünen. Der erste Job als Akademiker.

Heute Salzburg und Sarród. Künstler. Honorardozent. Die Pommes sind Scheiße im Vergleich zu denen im Ruhrpott. Die Currywurst hier wie da zum Kotzen. Einfach Imitat. Und Bosna? Frag Schimanski, was er von Bosna hält. Aber. Der ist ja einfach abgehauen. Isst seine Currywurst jetzt über den Wolken.

 

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RUHRHEIMAT.I.

Posted: November 22, 2016 in Houses
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